Hausmittel gegen Fußpilz – Cremes, Sprays und altbewährte Hausmittel

Hausmittel gegen Fußpilz findet man im Internet zahlreich. Daneben gibt es außerdem die chemischen Arzneimittel, zu denen Ärzte und Apotheken raten. Nach wie vor gilt, dass Sie bereits bei den kleinsten Anzeichen von Fußpilz aktiv etwas dagegen unternehmen sollten. In der Apotheke erhalten Sie eine Reihe von rezeptfreien pilzabtötenden Mitteln (Antimykotika), die lokal anzuwenden sind. Für die topisch ausgerichtete Therapie von Fußpilz (äußerliche Anwendung) stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung:

  • Bifonazol
  • Clotrimazol
  • Miconazol
  • Sertaconazol
  • Terbinafin
  • Naftifin
  • Ciclopirox-Olamin

Hierbei handelt es sich um Breitbandantimykotika, die sowohl Fadenpilze als auch Hefe- und Schimmelpilze abtöten. Für eine erfolgversprechende Behandlung ist es wichtig, dass Sie das Mittel gegen Fusspilz noch mindestens drei Wochen verwenden, nachdem der Fußpilz scheinbar abgeklungen ist. Denn vereinzelte Sporen können sich in tieferen Hautschichten befinden. Wachsen diese von unten an die Hautoberfläche heran, bricht der Fußpilz erneut aus!

Cremes und Sprays gegen Fußpilz

 

Mit Hilfe von Cremes oder Sprays – mit einem dieser Wirkstoffe – lindern Sie insbesondere den Pilzbefall in den Zehenzwischenräumen, wohingegen der Pilzbefall an den Fußsohlen häufiger einer oralen Therapie bedarf, da Cremes weniger gut haften und ihre Wirkung daher nicht voll entfalten können.

 

Fungistatische & Fungizide Wirkstoffe

 

Fungistatische Wirkstoffe, z.B. Clotrimazol, verhindern das Wachstum und die Ausbreitung des Pilzes – töten ihn allerdings nicht ab. Durch die Regenerationsfähigkeit der Haut werden die befallenen Hautschichten nach und nach abgestoßen und erneuert, ohne dass sich der Fußpilz weiter vermehrt. Die Behandlung dauert in etwa drei bis vier Wochen.

Fungizide Wirkstoffe, z.B. Terbinafin, sollten dagegen nur einmalig angewendet werden, da sie den Fußpilz sofort abtöten. Ein leichter Befall zwischen den Zehen benötigt meist nur eine Anwendung, wohingegen ein stärkerer Befall auch einer zwei- oder dreimaligen Behandlung bedarf. Insgesamt fällt die Behandlungsdauer deutlich kürzer aus.

 

Behandlungsdauer

Fußpilz zeigt sich oftmals hartnäckig und variiert in der Behandlungsdauer je nach Ausbreitung, Form, Intensität und eingesetzter Wirkstoffe. Informationen darüber, welchen Wirkstoff Sie verwenden, gibt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker.

Hausmittel oder Arzneimittel?

Wie Sie sehen, gibt es einige Möglichkeiten, einen Fußpilz zu behandeln. Auf der einen Seite gibt es eben die chemischen Arzneimittel – wie oben aufgeführt – aus der Apotheke – und auf der anderen Seite gibt es zahlreiche, natürliche Hausmittel, die effektiv gegen Fusspilz wirken. Letztere Behandlungsmethode setzt einfach ein wenig mehr Geduld voraus und Sie müssen eben auf Ihre Selbstheilungskräfte vertrauen. Sowohl altbewährte Hausmittel als auch die chemischen Mittel aus der Apotheke haben ihre Vor- und Nachteile. Sie müssen für sich selbst entscheiden, welchen Weg Sie einschlagen wollen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Füßen ein rundum trockenes Klima bieten, welches Sie schon sehr gut erreichen, wenn Sie Einlegesohlen aus Zedernholz in Ihren Lieblingsschuhen tragen.

Fußpilz ist hartnäckig

Wer der Ansicht ist, sich mit einem Fußpilz infiziert zu haben, der benötigt einiges an Geduld, bis die Füße wieder gesund sind. Es gibt dennoch zahlreiche Möglichkeiten, dem Leiden entgegenzuwirken. Die Schulmedizin setzt Cremes, Gels und Sprays ein, die alle pilzabtötende Wirkstoffe enthalten. Diese funktionieren aber nur, wenn man sie kontinuierlich aufträgt – also mindestens drei bis vier oder sogar fünf Wochen lang. Menschen, die die Behandlung gegen Fusspilz zu früh abbrechen, erleiden in der Regel einen Rückfall. Auch wenn die Haut nicht mehr juckt und brennt, dann kann man nicht davon ausgehen, dass alle Pilzerreger abgetötet sind. Viele Hautärzte machen die Erfahrung, dass etwa 50 Prozent der betroffenen Patienten ihren Fußpilz nicht mehrmals täglich konsequent behandeln. Demnach ist die Rückfallquote hoch.

Hausmittel gegen Fußpilz

 

Wirkung von Hausmitteln gegen Fußpilz

Die Wirkung von Hausmitteln gegen Fußpilz ist in der Regel wissenschaftlich nicht belegt. Dennoch existieren zahlreiche positive Erfahrungsberichte. Hausmittel können bei leichten Fällen von Fußpilz helfen, auch wenn sie nicht direkt antimykotisch wirken, unterstützen sie in vielen Fällen die Fußhygiene und Hautpflege. Haben die Hausmittel keine Besserung gebracht, sollte man schulmedizinische Präparate verwenden.

Häufig empfohlene Hausmittel gegen Fußpilz

 

– Teebaumöl gegen Fußpilz

Im Netz gibt es die meisten positiven Berichte, dass viele Menschen Ihren Fußpilz erfolgreich mit Teebaumöl bekämpft haben. Das Teebaumöl sollte mehrmals am Tag auf die infizierten Stellen getupft werden oder zwei mal täglich in einem Fußbad angewendet werden (circa 10-15 Tropfen). Das Öl vom australischen Teebaum weist eine fungizide und eine antibakterielle Wirkung auf und der Juckreiz wird gelindert.

– Eichenrinde gegen Fußpilz

Bereiten Sie einen Liter Eichenrindentee zu und vermischen diesen in einen Eimer mit drei bis vier Liter warmem Wasser. Die Eichenrinde trocknet die Haut aus und entzieht dem Fußpilz seine Lebensgrundlage. Der Eichenrindentee wird wie folgt zubereitet: ca. 250 Gramm Eichenrinde werden in einem Liter Wasser zunächst aufgekocht, durchgeseiht und dem Fußbad hinzugefügt.

– Lavendelöl gegen Fußpilz

Forscher habe in Erfahrung gebracht, dass Lavendelöl bereits in geringer Konzentration Hefe- und Fadenpilze abtötet. Das Öl können Sie direkt auftragen oder für Fußbäder oder Waschungen anwenden.

– Lavendelöl gegen Fußpilz

Forscher habe in Erfahrung gebracht, dass Lavendelöl bereits in geringer Konzentration Hefe- und Fadenpilze abtötet. Das Öl können Sie direkt auftragen oder für Fußbäder oder Waschungen anwenden.

– Apfelessig gegen Fußpilz

Die Inhaltstoffe des Apfelessigs töten die Keime ab und beseitigen den Pilz langfristig. Die Füße können mit Apfelessig gründlich gewaschen werden. Des Weiteren kann Apfelessig auch als Desinfektionsmittel für Baumwollsocken Anwendung finden. Diese nach dem Tragen oder Waschen in Wasser mit Apfelessig einweichen. Zur Stärkung des Säureschutzmantels der Haut können Sie außerdem ein Fußbad mit Apfelessig nehmen (1/4 Liter Apfelessig mit 4 Liter Wasser).

– Natron oder Backpulver gegen Fußpilz

Einige Menschen berichten, dass Natron (oder Backpulver, das ist auch Natron) bei Ihnen gut gegen Fußpilz geholfen hat. Die Wirkung von Natron ist allerdings eher indirekt. Denn direkt antibakteriell und antifungizid wirkt Natron nicht. Es wirkt allerdings basisch und neutralisiert die organischen Säuren aus dem Schweiß (Fußschweiß) und zum anderen wird der pH-Wert der Haut in ein basisches Milieu gebracht. Da sich Bakterien jedoch vor allem gerne in einem sauren Milieu vermehren, hemmt Natron die Entstehung von Bakterien und Fußpilz-Erregern. Wir empfehlen eher ätherische Öle mit direkten antibakterieller und antifungizider Wirkung (Teebaumöl oder Lavendelöl). Entscheidet man sich für Natron / Backpulver, so sollte man man es mehrmals täglich auf die Füße streuen, dies soll eine gute Wirkung erzielen. Neben den Füßen sollten auch die Socken und Schuhe mit Backpulver bestreut werden, damit die Füße rundum trocken gehalten werden.

Weitere Hausmittel gegen Fußpilz

 

– Schwarzer Tee gegen Fußpilz

Schwarzer Tee enthält spezielle Gerbstoffe, die den Juckreiz lindern können und stellen dadurch ein effizientes Hausmittel gegen Fusspilz dar. Als bewährtes Hausmittel gegen Fusspilz eignet sich ein warmes Fußbad, dem schwarzer Tee zugegeben wird. Auf einen Liter Wasser kommen circa fünf Teebeutel. Das Wasser für das Fußbad sollte eine angenehme Temperatur haben. Vor dem Fußbad werden die Teebeutel aufgegossen und sie sollten etwa 15 Minuten ziehen, anschließend werden die Füße darin 30 Minuten gebadet. Das Fußbad dient der Entspannung und weicht die betroffenen Nägel auf, so dass der Wirkstoff einwandfrei eindringen kann. Der schwarze Tee mindert typische Symptome wie Juckreiz.

– Knoblauch gegen Fußpilz

Knoblauch eignet sich nicht nur zum Würzen von Essen, sondern hat eine pilzabtötende Eigenschaft. Einfach eine Knolle aufschneiden und die geöffnete Seite auf die infizierte Hautstelle reiben. Nach ein paar Tagen verschwinden die Hautirritationen und der Juckreiz schwächt ab.

– Propolis gegen Fußpilz

In der Naturheilkunde wird Propolis oftmals eingesetzt. Das Bienenwachs hat eine starke entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Gegen Fußpilz empfiehlt sich das Auftragen von Propolissalbe oder Propolistinktur auf die betroffenen Stellen.

– Honig – bewährtes Hausmittel gegen Fußpilz

Honig gilt als traditionelles Hausmittel gegen unterschiedliche Beschwerden, da dieses für seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe bekannt ist. Aufgrund seiner antimykotischen Eigenschaften ist Honig, beispielsweise der Manuka-Honig, besonders geeignet gegen Pilzinfektionen jeder Art, und natürlich auch gegen Fusspilz. Reiben Sie Ihre betroffenen Stellen am Fuß mit diesem Hausmittel ein und lassen Sie es einige Zeit einwirken. Der Honig lindert die Infektion und lässt den Hautpilz verschwinden.

– Heilerde gegen Fußpilz

Ein weiteres altbewährtes Hausmittel gegen Fusspilz ist Heilerde, welche Sie in Reformhäusern und Apotheken kaufen können.
Pudern Sie die Füße mehrmals täglich mit Heilerde ein und ziehen Sie warme Baumwollsocken darüber. Sie können allerdings auch einen Brei mit Wasser zusammenmischen, diesen auf die betroffenen Stellen auftragen, trocknen lassen und wieder abwaschen.

– Kokosöl gegen Fußpilz

Das antifugale Kokosöl abends in die Füße einmassieren. Das hilft nicht nur gegen Fusspilz, sondern sorgt auch für eine schöne weiche Haut. Das Kokosöl hinterlässt einen schützenden Film auf der Haut, dieser soll auch vor einer erneuten Ansteckung schützen. Kokosöl kann ruhig zur täglichen Pflege eingesetzt werden.

– Wickel gegen Fußpilz

Kamille, Salbei oder Salz-Wickel zählen ebenso zu den effektivsten Hausmitteln gegen Fußpilz. Tränken sie hierfür ein Tuch aus Baumwolle in dem Sud aus Salz oder den Kräutern. Legen Sie dieses dann auf die betroffene Stelle oder wickeln Sie es um den Fuß. Lassen Sie diesen Wickel einige Zeit einwirken. Nutzen Sie beim Salz-Wickel ein gutes Natursalz oder Kristallsalz.

– Kräuteraufgüsse

Neben schwarzem Tee können alternativ auch Kräuter wie Salbei für ein Fußbad verwendet werden. Zudem wirken Eichen- und Zinnkraut als Fußpilz Hausmittel.

Vorbeugen – bestes Hausmittel gegen Fußpilz

 

Fußpilz ist auf vielfältige Ursachen zurückzuführen. Wie jede Pilzinfektion hat auch der Fußpilz nur eine Chance, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist. Hausmittel gegen Fusspilz wirken effektiv auf natürliche Weise und sind zudem äußerst preisgünstig!

Wer zu Fußpilz neigt, sollte einer Pilzinfektion keine Chance geben und sollte daher die folgenden (Hygiene-)Maßnahmen beachten:

 

  • Reinigen Sie die Füße nur mit pH-neutraler Seife, damit der Säureschutzmantel der Haut nicht geschädigt wird.
  • Nach dem Duschen, Baden oder Waschen müssen die Füße – insbesondere die Zehenzwischenräume – gut abgetrocknet werden. Am besten föhnt man sie.
  • Die Hornhaut sollte regelmäßig an den Füßen entfernt werden. Durch Risse können Pilzkeime eindringen.
  • In Umkleidekabinen, Hotelzimmern oder auf Camping-Plätzen sollte man immer Schlappen oder Flip-Flops tragen und vom Barfußlaufen absehen.
  • In öffentlichen Sauna-Anlagen und in Hallenbädern gibt es Fußduschanlagen zur Desinfektion und zum Schutz vor einer Pilzinfektion. Diese sollte man besser nicht nutzen. Da diese Sprühdüsen von so vielen Menschen benutzt werden, sammeln sich speziell an dieser Stelle viele Erreger. Meiden Sie am besten diese Duschen. Tragen Sie besser Badeschuhe und trocknen Sie nach dem Schwimmen die Zehenzwischenräume sehr gründlich.
  • Verwenden Sie zum Abtrocknen der Füße niemals Handtücher, die auf dem Boden oder auf einem Sitz liegen.
  • Wechseln Sie Socken und Strümpfe täglich. Niemals nasse Socken anziehen!
  • Tragen Sie ausschließlich atmungsaktive Schuhe. Meiden Sie Gummistiefel und Schuhe aus Kunststoff. Die Schuhe müssen innen trocken sein. Bei einem bestehenden Fußpilz sollte man das Schuhinnere mit einem Desinfektionsspray besprühen.
  • Bettwäsche sowie Socken und Strümpfe müssen mit einer Wassertemperatur von über 70 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Legen Sie zur Prävention die natürlichen Einlegesohlen aus Zedernholz in Ihre Schuhe. Durch die Sohlen haben Sie trockene Füße und Pilze werden wirkungsvoll abgetötet.